Zitrone
Name: Citrus limon, Zitrone, Limone
Botanische Familie: Rutaceae (Rautengewächse)
Beschreibung: Zitronen wachsen in viel Licht und Wärme an Sträuchern oder kleinen, 5-10 m hohen Bäumen. Eine Besonderheit: Der Baum trägt vier Vegetationsstufen gleichzeitig: Blüten, Knospen und Früchte in unterschiedlichen Entwicklungsstadien. So kann mehrmals jährlich geerntet werden. Die gelben länglichen Früchte sind rundlich und weisen vorne eine spitzere Form auf. Die Schale ist grobporig und glatt-glänzend und grenzt das saftige Fruchtfleisch nach außen ab. Trotz Licht und Wärme während Wachstum und Reife entwickelt sich im Inneren der Frucht keine Süße. In acht bis zehn kleinen Kammern lagert die Zitrone ihren Saft ein, der rund 90 Prozent der gesamten Frucht ausmacht. Botanisch betrachtet sind die Saftschläuche vergleichbar mit Dornen. Allerdings wachsen sie nicht nach außen, sondern richten sich nach innen, zur Mitte der Zitrone hin. Es ist das Prinzip der Zitrone ihre Kräfte zentripetal auszurichten.
Heimat: Ursprünglich Vorderasien, wird mittlerweise auch im Mittelmeerraum und in subtropischen Gebieten weltweit angebaut.
**Inhaltsstoffe+*: Vitamin C, Zitronensäure, ätherisches Öl, Pektin
Wirkung: Zitronensaft wirkt adstringierend, grenzbildend, desinfizierend, beugt durch den hohen Vitamin C-Gehalt Erkältungen vor und unterstützt das Immunsystem.
Für die Nutzung der therapeutischen Eigenschaften der Heilpflanze Zitrone ist dies hervorragend. Denn die zusammenziehende Wirkung von Zitronensäure und der nach innen gerichtete, abgegrenzte Fruchtaufbau helfen überschießende Reaktionen des Flüssigkeitsorganismus, wie etwa beim Heuschnupfen, zu regulieren. Die adstringierende Wirkung hilft die vermehrte Sekretion der Nasenschleimhaut wieder auf ein normales Maß zurückzuführen. Zitrone gehört trotz Säure zu den basenbildenden Lebensmitteln.
Historisches: Die Zitrone wird seit etwa 700 n. Chr. in kultivierter Form angebaut und bereits um 500 v. Chr. von Konfuzius erwähnt. Sie stammt ursprünglich aus Vorderasien.
Volksmedizinische Indikationen: Der Zitronensaft soll Konzentration und geistige Leistungsfähigkeit steigern, bei Schnittwunden blutstillend, desinfizierend und entzündungshemmend wirken. Zitronensaft wird bei Erkältungen, Halsschmerzen und Rheuma eingesetzt und soll das Immunsystem unterstützen. Dem Duft des ätherischen Zitronenschalenöls sagt man die stimmungsaufhellende Eigenschaften nach.
Die Zitrone bei Weleda: Weleda verwendet ausschließlich besonders gehaltvolle und lebenskräftige Früchte aus biologisch-dynamischem Anbau mit hohen Säuregraden. Sie tragen klangvolle Namen wie Zagara bianca, Lunario oder Feminello Santa Teresa. Extrakte aus der Zitrone finden beispielsweise in Arzneimitteln für die Behandlung der Heuschnupfenallergie Verwendung.